System Unterflurcontainer

Während dem Pilotversuch kommt der Abfall zu Hause wie bisher in einen Bebbi-Sagg. Zudem kann biologischer Abfall neu getrennt in einem neuen, voraussichtlich grünen Sack für Bioabfälle gesammelt werden. Der Sack für biologischen Abfall wird kleiner und gemessen am Volumen leicht günstiger sein als ein Bebbi-Sagg.

Bebbi-Sack und Grüngut-Sack kommen in den Unterflurcontainer, werden eingesammelt und dann sortiert.
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Anstatt den Bebbi-Sagg zweimal pro Woche auf das Trottoir zu stellen, kann er jederzeit in einen Unterflurcontainer geworfen werden. Der neue Sack für biologischen Abfall gehört in denselben Container. Zur Leerung hebt die Stadtreinigung die vollen Unterflurcontainer dann mit einem Kran-Kehrichtfahrzeug aus dem Boden. Anschliessend werden die Abfallsäcke in eine Sortieranlage transportiert und dort nach Farbe getrennt. Die Bebbi-Säcke kommen wie bisher in die Kehrrichtverbrennungsanlage. Der biologische Abfall wird in Biogasanlagen verwertet. Unterflurcontainer werden von den meisten Haustüren höchstens hundert Meter Luftlinie entfernt sein. Die unterirdischen Abfallbehälter sind etwa so gross wie eine Litfasssäule und fassen zwischen drei und fünf Kubikmeter Abfall.  Auf der Strasse sieht man von den Containern lediglich einen Einwurfschacht.

Bei Unterflurcontainern für Haushaltsabfall sorgt ein Deckel dafür, dass auch in nächster Umgebung kaum Abfallgeruch wahrnehmbar ist. Eine Sicherung verhindert, dass Personen in den Schacht fallen. Das System, bei dem verschiedenfarbige Säcke in denselben Unterflurcontainer geworfen werden, heisst „Sack im Behälter“. Es ist in einigen europäischen Städten und Regionen erfolgreich im Einsatz, so zum Beispiel in Oslo, Nantes oder Lothringen.