Unterflurcontainer

Einwurfstelle Unterflurcontainer auf der Erlenmatt

Die Basler Kehrichtentsorgung soll vorerst nicht auf das Unterflurcontainersystem umgestellt werden. Dies hat die Basler Bevölkerung im Juni 2015 an der Urne entschieden. Ein parlamentarischer Anzug von Mirjam Ballmer und Konsorten über die Einführung der Unterflurcontainer in einem Pilotquartier überwies der Grosse Rat an den Regierungsrat.

Mit einem Unterflurcontainersystem könnte die Bevölkerung die Abfallsäcke rund um die Uhr entsorgen. Die Zeiten der in den Strassen herumliegenden Bebbisäcke würden damit der Vergangenheit angehören. Das Netz der Unterflurcontainer soll so dicht sein, dass die Distanz zu jeder Haustür höchstens hundert Meter beträgt. Nach der vollständigen Einführung der Abfallentsorgung mit Unterflurcontainern würde gemäss Wirtschaftlichkeitsrechnung der Aufwand für die Abfallentsorgung jährlich um rund eine Million Franken abnehmen. Kommt hinzu, dass das grosse Bebbisack-Tragen für die Lader der Stadtreinigung – bis zu zehn Tonnen pro Tag - der Vergangenheit angehört, was im Sinne einer wirksamen Gesundheitsvorsorge ist.
Für Papier und Karton sowie für Altmetall wird es nach wie vor separate Abfuhren geben. Für Glas und Büchsen bleiben die bestehenden Sammelstellen erhalten. Grüngut wird weiterhin auf Bestellung abgeholt. Schliesslich können Bioabfälle, die nicht selber kompostiert werden, zu den Bioklappen gebracht werden.

Bisherige Erfahrungen
Im Basler Erlenmattquartier gibt es seit drei Jahren als Pilotprojekt ein Unterflurcontainersystem. Die Erfahrungen der Bewohnerinnen und Bewohner wurden nach einer Betriebszeit von zwölf Monaten mit Hilfe von Fragebogen ermittelt: 97,5 Prozent der Befragten erachteten die Benützung und die Angewöhnung an die neue Anlage als sehr gut. In der Stadt Zürich wurde ein gemischtes System mit Unterflur- und Rollcontainern bereits eingeführt. Gut funktionierende Unterflurcontainersysteme gibt es auch in weiteren Städten wie beispielsweise Chur und Lugano.

Kosten der Einführung
Ein flächendeckendes Unterflurcontainersystem für Basel würde rund 650 Unterflurcontainer benötigen. Die flächendeckende Umstellung auf Unterflurcontainer in der Stadt Basel würde fünf bis zehn Jahre dauern. Der Regierungsrat hat dafür in seinem ursprünglichen Antrag einen Ramenkredit von 26,5 Millionen Franken veranschlagt. Die Verpflichtung zur Abfallentsorgung in Containern wird im kantonalen Umweltschutzgesetz verankert.